2007 02: Pfalzinstitut, Frankenthal
|
Dyskalkulie - Früherkennung und Therapie |
|
Der BDH-Ortsverband Frankenthal organisierte in Zusammenarbeit mit dem BDH-Landesverband Rheinland-Pfalz am 15.02.07 im Pfalzinstitut Frankenthal eine Fortbildung zum Thema „Dyskalkulie-Früherkennung und Therapie“.
Dipl. Psych. Angelika Schlotmann (links), Leiterin eines Rechen-Therapie-Zentrums in Hirschberg (www.rechen-therapie-zentrum.de), referierte über ihre Erfahrungen mit rechenschwachen Kindern und präsentierte ihre „Wasserglasmethode“. „Kein Kind soll an Mathe scheitern“ lautet die Devise der Referentin. Rechenschwache Kinder sollten so früh wie möglich entdeckt und diagnostiziert werden, damit sie besonders gefördert werden können. An den Fingern abzählen, Rechentricks und stundenlanges Üben würden bei einem rechenschwachen Schüler nicht zum Erfolg führen. Zunächst sollten Grundfähigkeiten der mathematischen Logik und des mathematischen Denkens erlernt werden. Schlotmann möchte die Schüler vom „zählenden Rechner“ zum „denkenden Rechner“ führen, indem sie den Schülern mit Hilfe ihrer Wasserglasmethode die Vorstellung von Mengen vermittelt und somit Rechenoperationen erfahrbar macht. Ihr Erfolgsrezept ist das Prinzip der „Zauberschlucke“: in jedem Glas mit gefärbtem Wasser sind zehn Schlucke, wobei die Schlucke für Einer und das Glas für die Zehner stehen. Mit derselben Methode können später auch komplizierte Aufgaben mit Dezimalstellen oder Brüchen gerechnet werden. Die Psychologin ist überzeugt, dass mit der Wasserglasmethode rechenschwache Kinder die Bilder von Zahlen sehen und hören könnten, ohne abzuzählen.
Die 95 Teilnehmer der Fortbildung, Förderlehrer, Regelschullehrer, Pädagogische Fachkräfte, Erzieher, Logopäden und Ergotherapeuten, konnten durch „Schütten“ von Rechenaufgaben die Methode erproben. Neugierde, Begeisterung, aber auch Skepsis machte sich im Lehrerzimmer breit. Ob es wohl mit den eigenen Schülern klappen wird, dies werden die Aufgeschlossenen und Experimentierfreudigen unter den Pädagogen selbst erfahren. Alexandra Fuchs, BDH-Ortsverbandsvorsitzende und Organisatorin dieser Fortbildung, hat mit ihrem Team zu einer angenehmen Atmosphäre und einem reibungslosen Ablauf der Tagung beigetragen. Die gute Resonanz dieser Veranstaltung ist ein entscheidender Motivationsfaktor für die engagierten BDH-Mitglieder aus Frankenthal, die bereit sind, weitere Fortbildungen zu organisieren.
Edith Costea
|
||||||||||||||||||||||||||
2006 03: Pfalzinstitut, Frankenthal
|
Kommunikationstraining und Teamentwicklung im Klassenraum |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Zum zweiten Male hatte der BDH-Landesverband Rheinland-Pfalz zu einer Fortbildungsveranstaltung über "Kommunikationstraining und Teamentwicklung im Klassenraum" eingeladen.
Deshalb war es nicht verwunderlich, dass - auch wegen der Aktualität der Thematik - viele Anmeldungen aus den drei rheinland-pfälzischen Schulen für Hörgeschädigte in Frankenthal, Neuwied und Trier erfolgten.
Die praktischen Trainingseinheiten, Simulations- und Kommunikationsspiele begeisterten die Teilnehmer sehr, ließen aber auch die Notwendigkeit für die Reflexion des eigenen Handelns in Kommunikationsszenen und bei Absprachen erkennen.
Allen Teilnehmern war klar, dass die Thematik an diesem einen Tag nur kurz angerissen werden konnte und weitere Fort- und Weiterbildungen, sei es durch den Berufsverband, durch das landeseigene IFB oder sei es schulintern, unbedingt notwendig sind, um den Anforderungen in der Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern sowie den Kolleginnen und Kollegen besser gerecht zu werden.
Im
Anschluss an die Fortbildungsveranstaltung fand eine
Mitgliederversammlung statt, in der Edith Costea als Vorsitzende
des BDH-Landesverbandes Rheinland-Pfalz wieder gewählt wurde.
Herzlichen Glückwunsch!
Karl-Ludwig Profit, Frankenthal |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
03 / 2006: Frühfördertagung, Stuttgart
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Erziehungsstrategien auf dem Prüfstand |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Jedes Jahr findet an der Immenhoferschule Stuttgart, Schule für Hörgeschädigte, eine Fortbildungsveranstaltung im Früherziehungsbereich statt.
Elf Mitarbeiterinnen der Frühförderung und des Integrativen Sonderkindergartens des PIH Frankenthal interessierten sich für das diesjährige Tagesthema „Erziehungsstrategien auf dem Prüfstand“.
Frau Dagmar Böhler-Kreitlow, in der Hörgeschädigtenpädagogik seit langen Jahren bekannt, leitet mittlerweile eine Erziehungsberatungsstelle in Luzern. Die Dozentin aus der Schweiz stellte die Kampagne „Stark durch Erziehung“, das Triple P Elterntraining, das Konzept der `Super Nanny´, das STEP Elterntraining und das Gordon-Training vor.
Sie formulierte die Zielvorstellung, unsere pädagogischen Handwerkskoffer mit neuem Rüstzeug zu füllen und forderte die Teilnehmer auf, sich aus den verschiedenen Erziehungsstrategien persönliche Schwerpunkte zu bilden.
Es gelang Frau Böhler-Kreitlow in der begrenzten Zeit die wichtigsten Thesen und Methoden der unterschiedlichen Ansätze zu vermitteln. Ihr Vortrag war lebendig und eindrucksvoll. Es gab viel Raum zur Diskussion. Gemeinsam wurden spezifische Probleme bei der Umsetzung der Programme in Familien mit Kindern mit Hörbehinderung erörtert und Besonderheiten in der Beratung hörgeschädigter Eltern besprochen. Informativ gestaltet sich regelmäßig auch der persönliche Austausch unter den Kollegen aus den verschiedenen Einrichtungen während der Mittagspause. Auf dem Heimweg waren unsere „Frühförderkoffer“ schwerer. Wir tragen sie auch nächstes Jahr wieder gerne nach Stuttgart!
Katrin Braun-Krones PIH, Frühförderung
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
04 / 2005: Regionale Schule, Vulkaneifel/Lutzerath
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Kompetenzlernen in der Sekundarstufe 1, Schwerpunkt Kommunikation |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Am
15.April besuchten 13 Hörgeschädigtenpädagogen des
Pfalzinstituts Frankenthal und der Friedrich-Wilhelm- Cüppers
– Schule Trier eine Fortbildungsveranstaltung des
BDH-Rheinland/Pfalz in der Regionalen Schule Vulkaneifel in
Lutzerath.
Es lässt sich kurz mit den folgenden
prägnanten Abkürzungen veranschaulichen: SyLT (Systematisches
Lerntraining und PAS (Permanente Anwendung und Sicherung).
Für
die Hand des Lehrers werden von einem Autorenkollektiv
Grundlagen zum Methodentraining und für den Schüler
Arbeitshefte herausgegeben, so dass die praktische Umsetzung der
vorgestellten Methoden im Klassenzimmer erfolgen kann.
Noch
anspruchsvoller erwies sich in der Realschule die
Assoziationsmethode. Dabei sollen Begriffe aus dem
Unterrichtsstoff bei den Mitschülern Assoziationen wecken, die
sie auch erklären müssen. Eine überzeugende Präsentation mit
Hilfe von Power Point ließ erahnen, dass die Schüler nicht nur
das Thema beherrschen, sondern auch ausgezeichnet mit den
elektronischen Medien umgehen können.
Nicht zuletzt dank der guten Organisation und des persönlichen Einsatzes von Herrn Direktor Schenk kann man auf eine sehr informative und praxisbezogene Fortbildungsveranstaltung zurückblicken. Edith Costea Helga Schleich PIH Frankenthal, den 28.04.05 |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
01 / 2004: Pfalzinstitut für Hörsprachbehinderte, Frankenthal
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Eindrücke von der vierten Tagung des Arbeitskreises für Integration (Leitung: Ada Jacobsen vom Bildungs- und Beratungszentrum für Hörgeschädigte Stegen) |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
02 / 2002: Bundesweiter Arbeitskreis "Integration"
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Erste Tagung des AK "Integration" in Bad Camberg |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Auf Initiative von Michael Schneider (Freiherr- von- Schütz- Schule, Bad Camberg) und finanziert durch den Berufsverband Deutscher Hörgeschädigtenpädagogen tagte im Februar 2002 erstmalig der Arbeitskreis Integration in Bad Camberg. Vorgesehen ist, dass jeder Landesverband bzw. jedes Bundesland im Arbeitskreis durch ein Mitglied repräsentiert wird, so dass mit Michael Schneider als Koordinator 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammentreffen sollen. Verhinderte AK Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmer sollten eine Vertreterin/ einen Vertreter für ihr Bundesland bestimmen. Bis auf Frau Matthews aus Mecklenburg-Vorpommern, die wegen Schneetreiben absagte, waren in der ersten Sitzung alle anwesend. Folgende Teilnehmerinnen/Teilnehmer (Vertreterinnen und Vertreter) wurden aus den einzelnen Landesverbänden/Bundesländern in den AK geschickt:
Ziel des AK ist es, ein Positionspapier zu erstellen, in dem die Grundsätze und Leitlinien der Unterstützung und Förderung integrativ beschulter hörgeschädigter Kinder und Jugendlicher zusammengestellt sind und in dem die Tätigkeitsfelder und Rahmenbedingungen der dort tätigen Lehrkräfte beschrieben werden. Zunächst wurden für die Arbeit sechs bis acht Sitzungen veranschlagt. Vier (22. bis 23. Februar.2002; 20. bis 21. September 2002; 24. bis 25. Januar 2003; 30. Januar bis 01. Februar 2004) haben bereits stattgefunden. Den thematischen Schwerpunkt der ersten Sitzung bildeten die Berichte aus den Bundesländern über die rechtliche Grundlagen und die praktische Umsetzung der Beratungs- und Unterstützungsarbeit. Es zeigte sich, dass sowohl in den Verordnungen als auch bei den Begrifflichkeiten und in der praktischen Umsetzung große Unterschiede zwischen den Bundesländern bestehen. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Arbeitsfeld "Unterstützung und Förderung von integrativ beschulten hörgeschädigten Kindern und Jugendlichen" stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewährte Beispiele aus der praktischen Beratungstätigkeit vor, so dass jeder 13 interessante Materialien für seine Stammschule und für die andere Schulen in seinem Bundesland erhielt. Die Präsentation der so genannten "Highlights" kam so gut an, dass beschlossen wurde, ihnen auf jeder Tagung einen Tagesordnungspunkt zu widmen. Im Mittelpunkt der zweiten Sitzung stand die Erstellung von Aufgabenkatalogen für die Beratungslehrkräfte und für die Koordinatoren der Beratungsdienste. Intensiv wurde eine bundeseinheitliche Begrifflichkeit diskutiert. Die Kolleginnen und Kollegen einigten sich auf den Arbeitsbegriff "Integration". Thema der dritten Tagung war der Nachteilsausgleich. Die Arbeitsgrundlage bildeten die Regelungen in den einzelnen Bundesländern. Dabei wurden viele unterschiedliche Sicht- und Verfahrensweisen diskutiert, was sich als sehr zeitaufwändig erwies. Die Ergebnisse wurden in die einzelnen Bundesländer, bzw. Landesverbände, und dort in die Integrationsteams getragen und diskutiert. Im August 2003 legte Michael Schneider aus gesundheitlichen Gründen die Leitung des AK Integration nieder, so dass die geplante Tagung im September 2003 entfallen musste. Alle AK-Mitglieder und auch der Bundesvorstand des BDH waren sich einig, dass die begonnene Arbeit fortgeführt werden sollte. Im Januar 2004 fand die vierte Tagung unter der Leitung von Ada Jacobsen (Bildungs- und Beratungszentrum für Hörgeschädigte Stegen) im Pfalzinstitut für Hörsprachbehinderte in Frankenthal statt. Um intensiver und effizienter arbeiten zu können, wurde das Arbeitstreffen auf das gesamte Wochenende (Freitag 14.00 Uhr bis Sonntag 12.00 Uhr) erweitert. Alle bisherigen Arbeitsergebnisse wurden in Arbeitsgruppen gesichtet und ergänzt. Das Thema "Nachteilsausgleich" konnte abgeschlossen werden, die Aufgabenkataloge für die Beratungslehrkräfte und die Koordinatoren der Beratungsarbeit stehen zur Einsicht zur Verfügung, dieser Bericht über die bisherige Arbeit des AK wurde geschrieben. Eine Auflistung aller bisher vorgestellten "Highlights" ist in Vorbereitung. Die Ergebnisse werden auf der Homepage des BDH veröffentlicht. Es ist der ausdrückliche Wunsch des AK, dass die Vorlagen kritisch geprüft und Veränderungs- oder Verbesserungsvorschläge der AK-Leitung mitgeteilt werden. Die regelmäßigen Treffen im Arbeitskreis und die vertrauensvolle Zusammenarbeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat eine bundesweite Vernetzung nach sich gezogen, so dass auch zwischen den Sitzungen die Arbeit an den einzelnen Themen intensiv weitergeführt wird und ein reger und kontinuierlicher Austausch von Erfahrungen stattfindet Edith Costea, Ada Jacobsen, Monika Kluge, Katrin Lunemann, Michael Schneider |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||